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Working Capital Optimierung: Erwecken Sie „totes“ Kapital!

Working Capital Optimierung

Hoher Margendruck, fehlende Kapitalgeber, steigender Finanzierungsbedarf – es gibt viele Gründe, weshalb Unternehmer in jüngster Zeit vermehrt auf eine Optimierung des Working Capitals setzen. Beim sogenannten „Working Capital Management“ geht es darum, die Liquidität Ihres Unternehmens zu verbessern und den eigenen Kapitalbedarf zu verringern. Hier erfahren Sie, wie Sie diese Art des Umlaufvermögens optimieren und als „Bonitätshebel“ nutzen können!

Christoph Schulz - avalia„In unserer täglichen Arbeit mit Mandanten stellen wir immer wieder fest, dass zu viel gebundenes Working Capital die Ursache für zahlreiche Finanzierungsschwierigkeiten ist. Die meisten Unternehmer unterschätzen Ihren tatsächlichen Bedarf an freier Liquidität um wirklich frei agieren zu können.“

Christoph Schulz | Geschäftsführer & Unternehmensberater der avalia GmbH

Erwecken Sie „totes“ Betriebskapital zum Leben!

Beim Working Capital Management schaut man sich das im Umlaufvermögen gebundene Kapital genauer an, um herauszufinden, wo es befreit werden kann. Totes Betriebskapital wird quasi zum Leben erweckt.

Dabei legt man den Fokus vor allem auf:

  • Lagerbestände – Ein großer Lagerbestand und die damit verbundene Lagerfläche binden Kapital, das nicht für weitere Investitionen und Einkäufe zur Verfügung steht.
  • Forderungen – Offene Posten gehören zum Working Capital, das gebunden ist und keine weiteren Erträge bringen kann.
  • Verbindlichkeiten – Verbindlichkeiten gegenüber Lieferanten sollten minimiert werden, um das Working Capital zu optimieren.

Ungeachtet der eigenen Wirtschaftslage stellt ein aktive Working Capital Optimierung einen wichtigen Baustein für effizientes Controlling dar. Die Vorteile liegen klar auf der Hand: Gebundenes Kapital wird freigesetzt, die Liquidität im Unternehmen verbessert und die Bilanzrelationen führen zu besseren Bewertungen bei Bonität und Rating. Eine Optimierung des Working Capitals steigert die Rentabilität und sichert den Erfolg des Unternehmens.

Wertschöpfungsprozess aus Sicht des Working Capital Managements
Diese Grafik zeigt, wie der Wertschöpfungsprozess in einem Unternehmen funktioniert und welche Bereiche für die Kapitalbindung von Bedeutung sind.

Working Capital – Was ist das überhaupt?

Der Begriff „Working Capital“ wird im Deutschen gerne mit Betriebskapital oder Umlaufvermögen übersetzt. Allerdings ist es eher die Differenz aus dem Umlaufvermögen sowie den kurzfristigen Verbindlichkeiten des Unternehmens. Man könnte auch vom Netto-Umlaufvermögen sprechen.

Es setzt sich zusammen aus:

+ Liquide Mittel
+ Forderungen
+ Vorräte
+ geleistete Anzahlungen
– (kurzfristige) Verbindlichkeiten
– erhaltene Anzahlungen

Wie lässt sich das Working Capital optimieren?

Beim Working Capital handelt es sich um Kapital, das fest an Positionen gebunden ist. Es erwirtschaftet keine Erträge und verursacht Kosten. Daher muss es begrenzt werden. Es ist totes Kapital, das die eigene Liquidität reduziert und die Kapitalrendite schmälert. Beim Working Capital Management gibt es drei relevante Prozesse, die verbessert werden können.

Order-to-Cash: Von der Bestellung bis zum Zahlungseingang durch den Kunden
Der Order-to-Cash-Prozess umfasst alle Schritte, von der Kundenbestellung bis zum Zahlungseingang. Darunter fallen Preisbildung, Zahlungsbedingungen, Risikomanagement, Vertragsverwaltung sowie Fakturierung und Reklamation.

Christoph Schulz - avalia„Erst letztens konnten wir mit Hilfe von Factoring die Belieferung einer deutschlandweiten Handelskette ermöglichen. Aufgrund der vorgegebenen langen Zahlungsziele seitens des Kunden und kurzer Zahlungsziele der Lieferanten, konnte der Kunden diesen Zusatzumsatz nicht aus eigenen finanziellen Mitteln stemmen.“ 

Christoph Schulz | Geschäftsführer & Unternehmensberater der avalia GmbH

Ziel aller Optimierungen ist es hier gebundenes Kapital freizusetzen. Beispielsweise können offene Posten durch konsequentes Inkasso eingefordert werden. Auch der Einsatz von Factoring (Rechnungsvorfinanzierung) sorgt dafür, dass lange Zahlungsziele nicht mehr in gebundenem Kapital resultieren.

Mit Factoring den Cash-Flow optimieren:

Working Capital bindet als „totes Kapital“ liquide Reserven. Dazu zählen auch offene Forderungen. Kunden, die zwar zahlen, aber ihr Zahlungsziel bis zum Ende ausreizen, können wahrlich zum Ärgernis werden. In diesem Fall macht es durchaus sind, offene Forderungen mittels Factoring finanzieren zu lassen.

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So funktioniert’s!

  1. Sie verkaufen Ihre Forderung (Rechnung) an einen Factoring-Dienstleister.
  2. Sie erhalten die offene Rechnungssumme binnen weniger Tage auf Ihr Konto.
  3. Sie zahlen lediglich eine geringe Gebühr und profitieren von schneller Liquidität.

Purchase-to-Pay: Vom Einkauf bis zur Zahlung des Lieferanten
Dieser Prozess umfasst alle Schritte von der Bestellung bis hin zur Bezahlung der Ware beim Lieferanten. Dazu zählen der Moment der Bestellung, die Wareneingangskontrolle, das Kreditorenmanagement, die Rechnungsprüfung sowie der finale Zahlungslauf.

Auch hier lässt sich durch eine Einkaufsfinanzierung  das Umlaufvermögen optimieren. Denn zum einen kann die für den Wareneinkauf benötigte Summe in Raten zurückgeführt werden, sodass immer nur ein Bruchteil des Einkaufspreises fällig wird und auf die Liquidität drückt. Zudem kann die Ausnutzung von Skontooptionen zu einer deutlichen Kosteneinsparung führen.

 Keine Vorleistung mehr dank Finetrading:

Wenn Waren oder Rohstoffe eingekauft werden, gehen Unternehmer meist in Vorleistung. Denn die Produkte müssen anschließend erst verkauft und vom Kunden bezahlt werden, bevor sie einen Cent daran verdienen. Bis dahin liegen sie im Lager und binden Kapital. Bei einer Warenfinanzierung müssen sie nicht in Vorleistung gehen, sondern können den Einkauf  bequem mit verlängertem Zahlungsziel in Raten bezahlen.

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So funktioniert’s:

  1. Sie bestellen Waren wie gewohnt beim Lieferanten Ihrer Wahl.
  2. Der Einkaufsfinanzier begleicht die Rechnung sofort, die Sie bequem in Raten zurückzahlen.
  3. Nutzen Sie Skonti oder Rabatte, die Ihnen Lieferanten durch die schnelle & zuverlässige Bezahlung gewähren.

Total-Supply-Chain: Von der Entwicklung bis zum Versand der Ware
Die Total-Supply-Chain umfasst alle Prozesse von der Entwicklung bis zum Versand der Ware. Hierbei stellt die Bilanzposition „Vorräte“ die entscheidende Kennzahl bei der Optimierung des Working Capitals dar. Alle Verbesserungen in diesem Bereich zielen darauf ab, die technischen, logistischen und organisatorischen Abläufe im Unternehmen so zu organisieren, dass möglichst wenig Lagerung von Material, Zwischenerzeugnissen und Endprodukten nötig ist. Durchlaufzeiten im Produktionsprozess sollen minimiert werden.

 Zusätzliche Liquidität durch Lagerfinanzierung:

Die Lagerfinanzierung ist eine attraktive Lösung für wachsende Unternehmen, die zusätzliches Kapital für anstehende Investitionen bereitstellen wollen. Dabei wird der Gegenwert des Lagers als Sicherheit für eine Finanzierung verwendet. Somit kann direkte Liquidität aus dem Lagerbestand geschöpft werden.

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So funktioniert`s:

  1. Der Finanzierer bewertet das Lager.
  2. Sie behalten die Ware im Lager, treten sie jedoch formal als Sicherheit ab.
  3. Der Finanzierer stellt im Gegenzug eine Kreditlinie zur Verfügung.

Durch Sale & Lease-Back finanzielle Engpässe vermeiden:

Das sogenannte Sale-and-Lease-Back erfolgt in zwei Schritten. Zuerst verkaufen Sie Ihr bereits erworbenes Wirtschaftsgut, um es anschließend zurück zu leasen. Diese Güter gelten als stille Reserve oder Anlagevermögen. Dazu zählen u.a. Sachgegenstände wie Möbel, Maschinen oder Immobilien, aber auch Immaterielles wie Patente.

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So funktioniert’s:

  1. Sie verkaufen Ihr bereits erworbenes Wirtschaftsgut.
  2. Anschließend leasen Sie es zurück.
  3. So profitieren Sie von sofortiger Liquidität.

Tags : Unternehmer

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