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Verbesserungen auf allen Ebenen: Neues Pflegepersonal-Stärkungsgesetz tritt in Kraft

Seit 01.01.2019 ist das bereits im letzten Jahr beschlossene Pflegepersonal-Stärkungsgesetz (PpSG) in Kraft getreten. Es soll den Alltag der Pflegekräfte durch eine bessere Personalausstattung sowie angenehmere Arbeitsbedingungen in der Kranken- und Altenpflege erleichtern. Zudem stärkt es die Betreuung und Pflege der Patienten und Pflegebedürftigen enorm.

Wir stellen die wichtigsten Änderungen vor.

Arbeitsplätze werden von Krankenversicherungen finanziert

Insgesamt 13.000 Stellen in der Altenpflege sollen nun geschaffen und von den Krankenkassen finanziert werden. Auch jede zusätzliche Stelle in Krankenhäusern wird übernommen.

Tarifsteigerungen für Pflegekräfte sind bisher zur Hälfte refinanziert wurden. Seit diesem Jahr wird der Posten komplett von den Kostenträgern getragen.

Gleiches gilt für die Ausbildungsvergütung in der Kinder- und Krankenpflege sowie Krankenpflegehilfe, welche ab 2019, zumindest für das erste Ausbildungsjahr, vollständig refinanziert werden. Bis 2018 war dies nur anteilig möglich. Mit der Unterstützung will das Bundesministerium für Gesundheit Anreize schaffen, mehr Personal auszubilden.

Berechnung von Pflegepersonal und Pflegeaufwand

An sofort berechnen Krankenhäuser das Verhältnis von eingesetztem Pflegepersonal zu individuellem Pflegeaufwand. Dies soll eine Verbesserung der Pflegepersonalausstattung herbeiführen und auch die Patientensicherheit gewährleisten.

Das Bundesministerium für Gesundheit hat dafür einen Wert festgelegt, den Krankenhäuser nicht unterschreiten dürfen, da sonst Kürzungen der Mittel erfolgen. Dieser Wert soll zusätzliche Anreize schaffen, mehr Personal einzustellen.

Unterstützung für Pflegeeinrichtungen

Altenpflegeeinrichtungen bekommen ab sofort bis zu zwei Pflegestellen finanziert. Diese Zahl richtet sich nach Anzahl der Bewohner. Auch Teilzeitstellen können aufgestockt werden.

Auch im Bereich der Digitalisierung soll das Gesetz Besserung bewirken. Insbesondere in den Bereichen Pflegedokumentation, Abrechnung von Pflegeleistungen und Dienstplanung sind digitale Veränderungen notwendig. Ziel ist es, Fachkräfte in der Pflege zu entlasten. Die Pflegeversicherung unterstützt dieses Vorhaben mit einer einmaligen Finanzierung von bis zu 40 Prozent.

Bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf

Der Beruf einer Pflegekraft lässt ein entspanntes Familienleben kaum zu. Nachtschichten, Feiertagsarbeit oder Wochenenddienste stehen an der Tagesordnung.

Um die Arbeit besser mit der Familie vereinen zu können, unterstützt das neue PpSG mit finanziellen Mitteln, beispielsweise, wenn die Arbeitszeiten über die Öffnungszeiten der Kita hinausgehen. Krankenhäuser können diese Aufwendungen über einen Zeitraum von bis zu sechs Jahren zur Hälfte aus Mitteln der Kostenträger decken.


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