Freiberufler

Rechnungen richtig stellen

Pflichtangaben von Rechnungen für Selbstständige und Freiberufler – Das muss alles in Ihre Rechnung rein!

Ob schriftlich oder als elektronische Rechnung, als Unternehmer erstellen Sie wie gewohnt nach erbrachter Leistung oder Verkauf eines Produktes eine Rechnung an Ihren Kunden. Doch welche Inhalte in einer Rechnung eigentlich enthalten sein müssen und was Sie dabei beachten sollten, ist vor allem in der Startphase einer Gründung oft noch unklar. Falsch ausgestellte Rechnungen führen oft zu Zahlungsverzögerungen. Damit Sie Fehler vermeiden, zeigen wir Ihnen welcher Inhalt in Ihre Rechnung alles reingehört.

Wichtige Punkte sollten Sie bereits vor der Erstellung Ihrer Rechnung beachten:

• Rechnungen müssen innerhalb von sechs Monaten nach der Erbringung der Leistung an Unternehmen gestellt werden
• Die Aufbewahrungsfrist für Rechnungen liegt bei 10 Jahren
• Eine Gutschrift gilt auch als Rechnung – Stellt der Leistungsempfänger eine Gutschrift aus, müssen Sie keine gesonderte Rechnung schreiben
• Geben Sie Ihre Bankverbindung auf der Rechnung an und nennen Sie ein Zahlungsziel
• Damit keine Probleme mit dem Finanzamt entstehen und Sie im Nachhinein nicht erneut Rechnungen schreiben müssen, lassen Sie ein Rechnungsmuster von Ihrem Steuerberater prüfen
• Rechnungen benötigen keine Unterschrift von Ihnen

Diese Angaben sind bei einer Rechnung Pflicht!

Die einzelnen Bestandteile einer Rechnung sind gesetzlich verankert. Ganz gleich ob eine Rechnung schriftlich oder elektronisch erstellt und verschickt wird – Gemäß § 14 Umsatzsteuergesetz (UStG) muss eine Rechnung folgende Angaben enthalten:

  • Vollständiger Name und vollständige Anschrift Ihres Unternehmens sowie des Leistungsempfänger
  • Ausstellungsdatum der Rechnung
  • Steuernummer, die vom Finanzamt an Sie erteilte Steuernummer oder die vom Bundeszentralamt für Steuern erteilte Umsatzsteuer-Identifikationsnummer (USt-IdNr.)
  • Eine fortlaufende Rechnungsnummer mit einer oder mehrerer Zahlen- oder Buchstabenreihe oder einer Kombination,  die zur Identifizierung der Rechnung einmalig vergeben wird
  • Die Menge und Art der gelieferten Gegenstände oder den Umfang und die Art der erbrachten Leistungen müssen auf der Rechnung deutlich erkennbar sein
  • Zeitpunkt der Lieferung oder Zeitraum der erbrachten Leistung – die Angabe des Kalendermonats ist ausreichend
  • Bei Abschlagszahlung muss der Zeitpunkt der Vereinnahmung des Entgelts oder eines Teils des Entgelts angeben werden, jedoch nur wenn der Zeitpunkt der Vereinnahmung feststeht und nicht mit dem Ausstellungsdatum der Rechnung übereinstimmt
  • Der Rechnungsbetrag muss nach folgenden Punkten aufgeschlüsselt werden: Nettobetrag der Lieferung bzw. Leistung in Euro, Angabe des Umsatzsteuersatzes (19% oder 7%), Höhe des Steuerbetrags oder im Fall der Steuerbefreiung ein Hinweis darauf, dass für die Lieferung bzw. sonstigen Leistung eine Steuerbefreiung gilt
  • Eine im Voraus vereinbarte  Minderung des Entgeltes, beispielsweise durch Boni oder Rabatte, muss in der Rechnung enthalten sein, wenn diese nicht bereits im Entgelt berücksichtigt sind
  • Zahlungsziel: Datum, bis wann die Überweisung eingegangen sein soll
  • Bei Werkslieferungen oder Bau-Leistungen an Privatkunden, muss einen Hinweis auf die Aufbewahrungspflicht des Leistungsempfängers (2 Jahre) aufgeführt sein
  • Ausnahmen: In besonderen Fällen gibt es zusätzliche Pflichten, die § 14a des Umsatzsteuergesetzes (UStG) auflistet.

Warning: Cannot assign an empty string to a string offset in /www/htdocs/w00c0e12/blog.elbe-finanzgruppe.de/wp-includes/class.wp-scripts.php on line 426