Allgemeines

Besseres Zeitmanagement mit dem Bullet Journal

Projektmanagement mit dem Bullet Journal

Es gibt unzählige Tools, Systeme und Software-Lösungen, um Zeit- und Projektmanagement stets effektiver zu gestalten. Doch gerade für Freelancer ist es oft nicht einfach sich in diesem digitalen Wust für eine Lösung zu entscheiden. Vor allem, da die meisten Systeme viel zu sperrig für die Bedürfnisse eines einzelnen Freiberuflers sind und oft eine Menge Geld kosten. Das Bullet Journal ist die analoge und kostenlose Antwort auf teure Projektmanagement-Tools.

Was ist ein Bullet Journal?

To-Do-Listen & Notizzettel kennt jeder. Viele Freiberufler pflegen zudem neben ihrem Google-Kalender auch noch einen einfachen Papierkalender. Meist endet dies jedoch in einem totalen Papierchaos, weswegen zahlreiche digitale Lösungen für effektiveres Zeitmanagement entwickelt worden sind. Diese Software kostet in der Regel sehr viel Geld und nicht jeder möchte ständig digital arbeiten. In einem Bullet Journal können Sie bequem Aufgaben, Termine oder gar ganze Projekte planen. Auch Notizen und To-Do-Listen finden darin ihren Platz, ohne dass sie verloren gehen oder ein Zettelchaos auf dem Schreibtisch hinterlassen. Alles, was Sie für die Bullet Journal Methode brauchen, ist ein Notizbuch Ihrer Wahl und einen Stift.

Bullet Journal: Aufbau und Funktionsweise

„Bullet“ ist das englische Wort für Kugel oder Punkt. Daher heißen Stichpunkte, wie sie beispielsweise auf To-Do-Listen zu finden sind, auch „Bullet Points“ im Englischen. Aus diesem Zusammenhang leitet sich auch der Name für das „Bullet Journal“ ab. Kerngedanke ist es jede Aufgabe und jede Notiz in Form eines Stichpunktes zu notieren. Damit jedoch keine ellenlange To-Do-Liste entsteht, steht eine feste Semantik und Struktur dahinter. Diese ist einfach zu lernen und sorgt dafür, dass Sie nicht den Überblick verlieren.

Die Symbolik des Bullet Journals:

• Punkt = Aufgabe

○ Kreis = Termin

– Minus = Notiz

> rechts = auf den nächsten Monat oder den nächsten Tag verschoben

< links = noch weiter in die Zukunft verschoben

Sobald du eine Aufgabe erledigt hast, kannst du den Punkt oder Kreis einfach mit einem X auskreuzen. Besonders Wichtiges markierst du mit einem Sternchen (*). Das Geniale an diesem System? Anders als bei reinen To-Do-Listen sehen Sie direkt anhand der Symbole, was Aufgaben bzw. einfach nur Notizen sind und welche Termine anstehen.

Die Struktur des Bullet Journals:

Zwar bilden die Symbole den Kern des Bullet Journals. Aber erst im Zusammenspiel mit seinem besonderen Aufbau unterscheidet es sich von einer einfachen Aufgabenliste.

  1. Index oder Inhaltsverzeichnis: Die ersten Seiten Ihres Bullet Journals sind reserviert für das Inhaltsverzeichnis. Darin halten Sie fest, wo die wichtigsten Bereiche in Ihrem Journal zu finden sind. Da Ihr Bullet Journal jedoch erst nach und nach entsteht, bleibt dieser Bereich zunächst recht leer.
  2. Future-Log (Jahresübersicht): Das sogenannte Future-Log gibt Ihnen eine grobe Übersicht darüber, welche Termine, Projekte und Aufgaben über das gesamte Jahr anstehen. Hier findet alles Platz, was erst mal für die Zukunft festgehalten werden soll, wofür es noch keinen Daily- oder Monthly-Log gibt.
  3. Monthly-Log (Monatsübersicht): Auf den nächsten Seiten sollte schon der erste Monthly-Log folgen. Hier kommt alles rein, was noch nicht tagaktuell ist, aber möglichst in diesem Monat erledigt werden sollte.
  4. Daily-Log (Tagesübersicht): Der Daily-Log bildet das Kernstück des Bullet Journals. Darin werden Termine, Aufgaben und Informationen notiert, die für den aktuellen Tag wichtig sind. Natürlich mit den bereits vorgestellten Symbolen vorneweg.

So nutzen Sie Ihr Bullet Journal für Projekt- & Zeitmanagement!

Doch wie funktioniert dieses System nun insgesamt? Idealerweise setzt man sich am Anfang des Monats hin und notiert im Monthly-Log, welche Aufgaben für diesen Monat anstehen. Dabei hilft zum einen der Future-Log, in dem möglicherweise schon erste Termine und Aufgaben für diesen Monat vermerkt sind.

Anschließend kann der erste Daily-Log erstellt werden. Dafür schaut man im Monthly-Log nach, ob tagaktuell Termine geplant sind. Alles, was für diesen Tag wichtig ist, wird mithilfe der Symbole kurz notiert und kann nun wie eine TO-DO-Liste über den Tag hinweg abgearbeitet werden. Am besten Sie nutzen Ihren Arbeitsweg oder eine ruhige Minute am Abend, um Ihr Bullet Journal auf dem aktuellen Stand zu halten.

× Alles was erledigt ist, wird mit einem X angekreuzt.

Alles, was sich von selbst erledigt hat oder nicht mehr wichtig ist, wird durchgestrichen.

> Alles, was auf den nächsten Daily- oder Monthly-Log verschoben wird, wird vorwärts migriert.

< Alles, was wieder im Future-Log oder aktuellen Monthly-Log vermerkt wird, wird nach hinten migriert.

Ziel ist es, zum einen Aufgaben und Projekt auf einzelne Tasks herunterzubrechen und übersichtlich in seinem Tagesablauf unterzubringen. Darüber hinaus gehen einzelne Aufgaben und Projekte nicht verloren, da sie entweder erledigt oder in den entsprechenden Zeitraum verschoben werden.

PS: Die vorgegebene Struktur und Symbolik sind natürlich nicht in Stein gemeißelt. Jeder kann das System für sich adaptieren und Änderungen vornehmen. Auf Instagram gibt es beispielsweise eine recht große Bullet Journal Community, die zeigt, wie sie ihr Bullet Journal im Alltag und Berufsleben nutzt.


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