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Corona-Überbrückungshilfen: Weiteres Geld für Selbstständige & Unternehmer steht bereit

Corona-Überbrückungshilfen für KMUs

Für Unternehmer & Selbstständige stehen weitere Überbrückungshilfen in den Startlöchern. Diese sollen die Ende Mai ausgelaufenen Corona-Soforthilfen ersetzen. Dafür sind 25 Milliarden Euro vorgesehen. Der Bund übernimmt dabei für drei Monate einen Großteil der betrieblichen Fixkosten, wenn der Umsatz erheblich eingebrochen ist.

Wer kann Überbrückungshilfen beantragen?

Die neuen Überbrückungshilfen richten sich an Solo-Selbstständige sowie kleine und mittlere Unternehmen aller Branchen. Wobei die Bundesregierung vor allem die besonders betroffenen Branchen, wie das Hotel- und Gaststättengewerbe, Gastronomie, Reisebüros, Sportvereine und die Veranstaltungsbranche im Blick hat.

Nach aktuellem Stand können Unternehmen, die bereits die Soforthilfe bekommen haben, auch die Überbrückungshilfe erhalten können. Zudem können dieses Mal auch Unternehmen mit mehr als 10 Beschäftigten von der Förderung profitieren.

Wie hoch ist die Förderung?

Wie viel Prozent der fixen Betriebskosten erstattet die Überbrückungshilfe?

  • 80 Prozent der Fixkosten bei mehr als 70 Prozent Umsatzeinbruch
  • 50 Prozent bei Einbruch zwischen 50 und 70 Prozent
  • 40 Prozent bei Einbruch zwischen 40 und unter 50 Prozent

Wie viel Geld können Unternehmen maximal für drei Monate erhalten?

  • Max. 9.000 Euro für Unternehmen mit bis zu 5 Mitarbeitern
  • Max. 15.000 Euro für Unternehmen mit bis zu 10 Mitarbeitern
  • Max. 150.000 Euro für größere Unternehmen (keine Eingrenzung bekannt)

Welche Voraussetzungen müssen Sie erfüllen?

Nach Angaben der Bundesregierung kann ein Antrag gestellt werden, wenn die Geschäftstätigkeit in Folge der Corona Pandemie zu wesentlichen Teilen eingestellt werden musste.

Das wird angenommen, wenn der Umsatz:

  • in den Monaten April und Mai 2020 um mind. 60 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum eingebrochen ist.
  • Bei Unternehmen, die nach April 2019 gegründet worden sind, sind die Monate November und Dezember als Vergleichszeitraum heranzuziehen.
  • Der Antragsteller darf sich am 31. Dezember 2019 nicht in Schwierigkeiten befunden haben.
  • Alle geltend gemachten Kosten und Umsätze sind durch einen Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer zu bestätigen. Eine pauschale Bewilligung von Anträgen ist hier nicht vorgesehen.

Wann, wo und wie kann man den Antrag stellen?

Bei der Antragsstellung handelt es sich um ein digitales, zweistufiges Verfahren durch Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer. Zuständig für die Durchführung sind die einzelnen Bundesländer.

  1. Stufe: Glaubhaftmachung der Antragsvoraussetzungen und der erstattungsfähigen fixen Betriebskosten
  2. Stufe: nachträglicher Nachweis – nach Ende des Förderungszeitraums findet eine Soll-Ist-Abrechnung statt. Sollten die tatsächlichen Umsätze von der Prognose abweichen, sind zu viel gezahlte Zuschüsse zurückzuzahlen oder werden nachträglich aufgestockt.

Weitere Informationen zur Antragstellung und den Förderbedinungen erhalten Sie auf der
Seite der Bundesregierung